MAROKKO – HUNDE
Maroc-Aidis

 

 

 

GESUNDE, ARTGERECHTE FÜTTERUNG

 

Das Hauptfutter besteht zu je einem Drittel aus Fleisch, Gemüse und Füllstoffen.

 

Rindfleisch

Suppenfleisch, durchwachsenes (günstiges) Gulasch, gemischtes Rinderhack (gemischt bezieht sich auf Fett und Fleisch)

 

Schweinefleisch (nur gekocht)

Am Schlachttag kann man bei einigen Fleischern Schweineschlund bekommen, teilweise mit Herz und Lunge. Schweinefleisch darf nur gekocht verfüttert werden, da es einen Virus im Schwein geben kann, der für den Hund tötlich wäre (dem Menschen nicht schadet). Leckerbissen sollten ebenfalls nicht aus geräuchertem Schweinefleisch bestehen (Schinken, Mettwurst z.B.).

 

Geflügel (nur ohne Knochen)

Hähnchen oder Putenschenkel sind recht günstig zu bekommen

 

Fisch (grätenfrei)

Gefrorenes Fischfilet ist im Supermarkt günstig 

 

Innereien

Rinderherz, Rinderleber, Hähnchenmägen, Putenleber, weiße oder grüne Pansen. Die weißen Pansen sind bereits vor Verkauf gekocht - grüner Pansen wird roh gefüttert.

 

Eier

Einmal in der Woche sollte ein rohes Ei gefüttert werden, ein großer Hund verträgt auch zweimal (angeblich bringt das Ei Glanz ins Fell). Einige Hunde fressen auch gern hin und wieder ein hartgekochtes Ei, Rührei eignet sich auch.

 

Knochen (nur roh, gekocht sind sie spröde und splittern)

Nur Rinder- oder Kalbsknochen verfüttern. Fragen Sie Ihren Fleischer nach gesägten Sandknochen. Das ist die Gelenkkugel des Rinderbeines, die in Stücke gesägt wurde. Der Hund frißt den Knochen bis auf den harten Röhrenknochenteil (diesen sollte man ihm wegnehmen, damit er ihn nicht schluckt) gänzlich auf. Kalbskugelknochen mit Knorpel und Fleißresten sind ebenfalls eine Freude für den Hund.

Die Knochen sind Nahrung, liefern dem Hund Calcium, reinigen seine Zähne, kräftigen den Kiefern und beschäftigen ihn über Stunden.

Absolut verboten für den Hund sind Geflügel- und Schweineknochen. Selbst ein runder Beinknochen vom Schwein splittert, wenn der Hund ihn zerbeißt – der Rinderknochen splittert nicht, er krümelt. Es mag viele Male gut gehen – in der Natur würde er selbstverständlich auch Geflügelknochen fressen, aber hier sollte man lieber darauf verzichten.

 

Gemüse

Karotten, Kartoffeln, Blumenkohl, Grünkohl, Spinat, Linsen und vieles mehr

 

Füllstoff

Reis, Nudeln, Haferflocken

 

Leckerbissen

Käse, Leberwurstbrot – mögen alle Hunde! Süßes möglichst gar nicht.

 

Ich habe einige Kochrezepte für Hundefutter zusammengestellt, die sind dann so lecker, dass Herrchen und Frauchen auch Appetit bekommen – vielleicht lädt der Hund zum Essen ein! Haben Sie mehrere Hunde werden Sie feststellen, daß die Tiere unterschiedliche Vorlieben haben für das eine oder andere – wieder ein Beweis dafür, daß auch der Hund gern abwechslungsreich frißt.

Wer das Hundefutter nicht selbst kochen und schneiden möchte, findet in den Futterhäusern und Zoogeschäften, teilweise auch auf Wochenmärkten ein großes Angebot an natürlichem Futter, das in Portionen eingefroren zu haben ist oder frisch abgewogen wird.

Da gibt es die grünen Pansen geschnitten, Mischfutter - besteht aus rohem Rind und gekochtem Schweinefleisch, Maulfleisch und auch Mischungen mit Gemüse und Reis oder Nudeln.

Selbstverständlich ist es vertretbar, hin und wieder, wenn es an Zeit mangelt oder man auf Reisen ist, auch einmal eine Dose oder etwas Trockenfutter zu füttern. Man bekommt aber immer rohes Fleisch gekauft, so daß man auch auf Reisen keine Fütterungsprobleme hat.

Wenn Sie Hundekekse füttern, achten Sie darauf, daß dem Produkt nicht zu viele Stoffe hinzugefügt sind. Wenn der Hund vor Appetit schäumt, kann man davon ausgehen, dass das Produkt mit Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern und/oder Botenstoffen belastet ist. Ein Stück trocknes Brot oder ein Zwieback sind besser für den Hund.

 

DIE FÜTTERUNG

 

1. Welpenfütterung

Welpen, die aus unserem Haus kommen, sind gut angefüttert und nicht empfindlich.

Ein Welpe muß 3-4 x am Tag gefüttert werden. Dies wird mit den Monaten langsam abgebaut.

Morgens bekommt er ein Milchgericht. Haferflocken werden in etwas Wasser aufkocht und mit kalter Vollmilch (3,5%) aufgegossen – so hat man gleich die trinkfertige Temperatur. Der Welpe darf keine kalte Milch trinken. Das Verhältnis ist ca. 1/3 Wasser, 2/3 Milch. Der Welpe mittelgroß-wüchsiger Hunde bekommt eine Gesamtmenge von ca. ¼ Liter. Wenn man diese Menge beibehält, wird sie verhältnismäßig weniger, weil der Hund „mehr“ wird. Ist mal keine Zeit vorhanden, reicht es auch, ihm warme Milch zu geben. Er wird auch reine Milch ohne Wasser vertragen, wenn er die ersten Wochen hinter sich hat. Nach einem Jahr kann diese Mahlzeit weggelassen werden. (Lebt man sehr eng mit seinem Hund zusammen, braucht er für seine Seele eine symbolische Frühstücksgeste.)

Am Vormittag bekommt er seine Hauptmahlzeit, die sich nicht von der des erwachsenen Hundes unterscheidet – er verträgt bereits mit 2 Monaten alles, was der große Hund frißt, eben nur in kleineren Portionen, die man selbst einschätzen lernen muß.

Am Nachmittag bekommt er eine weitere Mahlzeit. Hier kann man es sich bequem machen, indem man Dosenfutter für Welpen nimmt oder auch einen Sack Trocken-Komplett-Futter für Welpen vorrätig hält. Diese Mahlzeit und Sorte Futter fällt später weg.

Am Abend bekommt er eine Schnitte Brot mit Leberwurst oder Butter oder Käse – oder etwas Anderes, Hauptssache, er geht nicht mit leerem Magen schlafen. Diese Mahlzeit wird ebenfalls mit der Zeit wegfallen – er sollte aber immer eine Kleinigkeit bekommen.

Da er mit 4 Monaten seine Milchzähne verliert und die zweiten Zähne durchkommen, braucht er ständig etwas zum Knabbern. Es eignen sich Sandknochen, die er noch nicht auffressen kann, und Kauknochen aus Haut, die man im Fachhandel erhält. Rohe, ganze Karotten werden auch gern geknabbert. Nimmt er stattdessen Schuhe, Mobiliar oder Sonstwas, wird ihm dies mit einem lauten (laut haßt er), scharfen, bösartig klingendem NEIN weggenommen. Man reicht ihm gleich seinen Knabberkram mit einem liebenswürdigen, säuselnden Tonfall, so weiß er gleich „was Sache“ ist. Alle Verständigungsprobleme können über die Stimmlage geregelt werden. Das NEIN sollte für alles Verbotene angewendet werden, er hat die Bedeutung ganz schnell begriffen.

Achtung: Nach einem leckeren Mahl wischt der ordentliche Hund sein Mäulchen gern ab – vorzugsweise in guten Teppichen. Man beuge vor!

 

2. Die Fütterung des erwachsenen Hundes

Ein erwachsener Hund wird einmal am Tag gefüttert. Die geeignete Zeit sucht man nach passendem eigenen Rhythmus, es sollte natürlich eine gewisse Regelmäßigkeit haben.

Eine Kleinigkeit bekommt er dann noch zusätzlich. Dies kann in Form von Hundekeksen, Butter- oder Leberwurstbrot (letzteres absoluter Renner bei allen Hunden!) oder auch kleinen Tischresten gegeben werden. Bei Tischresten wäre manch ein Hundezüchter entsetzt, aber der gesunde Hund verträgt das sehr gut und sicherlich wird niemand seinem Hund scharf gewürzte Sachen geben.

Leckerbissen sollten – wie bei uns Menschen auch – nur in kleinsten Mengen genossen werden. In kleinsten Mengen schadet dann auch ein Kuchenstück oder Keks nicht. Käse ist auch sehr beliebt – und ich bin überzeugt, daß der Hund davon nicht seinen Geruchssinn verliert (das wird oft behauptet).

Die Portion der Hauptmahlzeit, die Sie Ihrem Hund geben, sollte dieser sofort auffressen. Bleibt etwas in der Schüssel, war die Portion zu groß. Lassen Sie den Rest nicht stehen, damit er es später frißt, so wird der Hund dick. Ist der Hund dick geworden, muß er nicht unbedingt auf Diät gesetzt werden sondern seine Portionen sollten etwas verkleinert werden. Hier muß man die richtige Menge finden, wenn der Hund mit zwei Jahren restlos ausgewachsen ist.

Wenn er Leckerbissen bekommt, sollte er dazu erzogen werden, diese aus den Fingern zu nehmen, ohne über diese zu schnappen. Er ist in der Lage, einen Bissen sehr vorsichtig aus den Fingern zu nehmen. So genießt er einen Leckerbissen auch länger, weil er ihn bereits schnuppert. Um dies zu erreichen, sollte unbedingt vermieden werden, dass ihm Häppchen á la Zirkushund zum Auffangen geworfen werden, außerdem kann er sich dabei verschlucken.

Wenn er seinen Knochen bekommt (mindestens 1x pro Woche), braucht er einen ruhigen Platz, wo er diesen ungestört fressen kann. Man kann ihm beibringen, dies auf einer bestimmten Decke zu tun, damit er nichts dreckig macht – er würde glatt die Couch nehmen. Ist ein Garten vorhanden, wird er nach draußen geschickt.

Bringen Sie bereits dem Welpen bei, daß der Besitzer und die Familienmitglieder ihm den Knochen wegnehmen dürfen. So schließen Sie ein Zuschnappen aus, das dem Hund einfallen könnte, wenn er seinen Knochen verteidigen will. Er muß wissen, daß er den Knochen abgeben muß, wenn der Besitzer dies verlangt. Dies ist auch hilfreich, wenn Sie mit ihm unterwegs sind und er „Schätze“ findet. Unsere Hunde gehorchen, wenn ihnen von Weitem zugerufen wird: „NEIN - Spuck aus“. Fremden gegenüber muß er das nicht, denn irgendwo braucht auch er sein Recht. Der sozial richtig gehaltene Hund wird durch lautes Knurren warnen. Vermeiden Sie gefährliche Situationen - geben Sie ihm also keine Knochen, wenn Sie Besuch, insbesondere Kinder, erwarten.

Kleiner Hinweis: Knochenfressen führt zu hartem Stuhlgang, Leber könnte das Gegenteil bewirken. Eventuell Fütterung kombinieren.

 

REZEPTE FÜR DIE HUNDE- KÜCHE  s. unter "Kochrezepte"